Kreidefelsen, Buchenwälder, endlose Strände und historische Bäderarchitektur – Rügen ist das Urlaubsziel schlechthin an der deutschen Ostsee.
Deutschlands größte Insel überrascht mit beeindruckenden Dimensionen – und mit einer Vielfalt, die man ihr auf den ersten Blick gar nicht ansieht.
Rügen liegt in der Ostsee vor der pommerschen Küste und ist über den Rügendamm (Straße und Eisenbahn) sowie seit 2007 über die Rügenbrücke mit dem Festland verbunden. Die Brücke mit einer Länge von 4,1 km ist die längste Deutschlands.
Das Klima ist maritim geprägt: milde Winter, kühle Sommer mit viel Wind und einer der höchsten Sonnenscheindauern Deutschlands. Wer Rügen kennt, weiß: Das Wetter wechselt schnell – und macht die Insel dadurch nie langweilig.
Rügen gehört zum Landkreis Vorpommern-Rügen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Die größte Stadt auf der Insel ist Bergen auf Rügen (ca. 13.000 Einwohner), die bekanntesten Tourismuszentren sind Binz, Sellin, Göhren und Putbus.
Mit über 30 % Schutzgebietsfläche – darunter der Nationalpark Jasmund und der Naturpark Mönchgut-Granitz – ist Rügen eine der naturreichsten Inseln der deutschen Ostseeküste.
Von mystischen Kreidefelsen bis zu belebten Strandpromenaden – Rügen bietet für jeden etwas. Hier alle Highlights auf einen Blick.
Das Wahrzeichen Rügens schlechthin: 118 Meter hohe Kreideklippen über der Ostsee im Nationalpark Jasmund.
Historische Villen der Jahrhundertwende direkt an der Strandpromenade – ein einzigartiges Ensemble in Deutschland.
UNESCO-Welterbe: Buchenwälder, Kreideküste und unberührte Natur auf engstem Raum.
Das klassizistische Residenzstädtchen mit seinem Circus, Park und Theater ist ein Kleinod fernab des Touristentrubels.
Die nostalgische Schmalspurbahn verbindet Putbus mit Göhren – ein Erlebnis für Groß und Klein seit 1895.
Der nördlichste Punkt Rügens mit zwei historischen Leuchttürmen, einem Ringwall und einem atemberaubenden Küstenpanorama.
Der endlose Sandstrand der Prorer Wiek und die monumentale NS-Anlage Prora – Geschichte und Natur auf 4,5 km.
Auf einem Basaltkegel im Granitzwald thront das neugotische Jagdschloss – mit dem schönsten Aussichtsturm der Insel.
Die Boddenlandschaft mit Kranichrastplätzen und Fischkuttern ist das ruhige Gegenstück zur Ostseeküste.
Der schmale Sandstreifen zwischen Bodden und Ostsee ist Rügens bestes Revier für Wassersport aller Art.
Rügen hat mehr zu bieten als schöne Strände. Diese Sehenswürdigkeiten sollte man auf keinen Fall verpassen.
Der 118 m hohe Königsstuhl im Nationalpark Jasmund ist das Wahrzeichen Rügens. Caspar David Friedrich verewigt ihn 1818 – das Gemälde hängt heute in Hamburg.
Die Strandpromenade von Binz ist gesäumt von historischen Villen der Jahrhundertwende – eines der schönsten Ensembles dieser Art in Deutschland.
Urwüchsige Buchenwälder direkt hinter den Kreidefelsen – Teil des UNESCO-Weltnaturerbes. Ein Ort, der Ruhe und Ehrfurcht zugleich auslöst.
Das neugotische Schloss auf dem 107 m hohen Tempelberg im Granitzwald bietet einen atemberaubenden Panoramablick über die ganze Insel.
Zwei Leuchttürme, ein slawischer Ringwall und das nördlichste Kap Rügens – Kap Arkona ist Endpunkt vieler Rügen-Reisen und zugleich ihr schönster.
Seit 1895 rattert die Schmalspurbahn durch die Rügener Landschaft. Die Strecke von Putbus nach Göhren ist 24 km lang – eine Reise in die Vergangenheit.
Das klassizistische Residenzstädtchen mit dem kreisförmigen Circus und seinem gepflegten Park ist das eleganteste Städtchen auf Rügen.
Im Herbst rasten Zehntausende Kraniche in der Boddenlandschaft rund um den Rügen. Eines der größten Naturschauspiele Deutschlands.
Das 4,5 km lange NS-Kolossalbauwerk am Strand der Prorer Wiek ist eines der ungewöhnlichsten Baudenkmale Deutschlands – heute teilweise modernisiert.
Eine Frage, die jeder Rügen-Besucher früher oder später stellt. Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, was man sucht.
Beliebtester Ort
Binz ist das bekannteste Ostseebad Rügens. Wer Bäderarchitektur, belebte Promenade, gute Restaurants und einen breiten Sandstrand will, ist hier richtig. Das dichteste Angebot – und die meisten Touristen.
Dramatischste Lage
Geheimtipp
Putbus hat kein Meer – dafür aber Eleganz. Das klassizistische Residenzstädtchen mit seinem kreisförmigen Circus, dem Schlosspark und dem Theater ist für Rügen-Kenner das eigentliche Highlight.
Spektakulärste Aussicht
Ganz im Norden, am Ende der Halbinsel Wittow, ragt Kap Arkona ins Meer. Zwei Leuchttürme, ein slawischer Ringwall und ein weiter Blick auf die Ostsee – hier fühlt man, dass man ganz oben angekommen ist.
Ruhigstes Ostseebad
Göhren liegt am südöstlichen Zipfel der Insel, zwischen Naturpark und zwei Stränden. Ruhiger als Binz, urig wie der Mönchgut – ideal für alle, die Rügen ohne Trubel erleben wollen.
Naturwunder
Kein Ort, aber ein Ziel: Wer den Königsstuhl das erste Mal sieht, versteht, warum Rügen zur Insel der Romantiker wurde. Hierher kommen Menschen, die Natur suchen – und Stille.
Rügen ist seit 2007 über die Rügenbrücke fest mit dem Festland verbunden – und auf mehreren Wegen gut erreichbar.
Über die A20 und B96 bis Stralsund, dann über die Rügenbrücke (4,1 km) direkt auf die Insel. Aus Berlin ca. 3 Stunden, aus Hamburg ca. 3,5 Stunden. Parkplätze in den Badeorten im Sommer oft knapp – Ferienwohnungen mit eigenem Parkplatz empfehlenswert.
Direktverbindungen nach Bergen auf Rügen und Binz ab Berlin (ca. 3,5 Std.), Hamburg (ca. 4 Std.) und München (ca. 7–8 Std.). Der Interregio-Express fährt über Stralsund auf die Insel. Deutschlandticket funktioniert auf allen Nahverkehrsverbindungen.
Der nächste Flughafen ist Rostock-Laage (ca. 90 Min. Fahrzeit). Alternativ Hamburg oder Berlin BER. Ein Flughafen auf der Insel existiert nicht – die Anreise via Flug lohnt sich nur bei größeren Reisegruppen.
Die Fähre von Stralsund nach Altefähr verkehrt das ganze Jahr und ist eine charmante Alternative zur Brücke. Im Sommer auch Fährverbindungen von der Insel Hiddensee (nur mit dem Rad oder zu Fuß, keine Autos).
Insider-Tipp: Auto auf dem Festland lassen
Wer in einem der Ostseebäder übernachtet, kommt zu Fuß, per Rad und mit dem Rasenden Roland gut zurecht. Im Hochsommer ist die Anreise mit der Bahn stressfreier – und umweltfreundlicher. Das Deutschlandticket gilt bis Binz.
Wer einmal auf Rügen war, möchte wiederkommen. Wer zum ersten Mal kommt, sollte diese Erlebnisse nicht verpassen.
Vom Aussichtspunkt 118 m über dem Meer – und anschließend den Küstenwanderweg hinunter ans Wasser für die Perspektive von unten.
Die Schmalspurbahn von Putbus nach Göhren ist ein Erlebnis für alle Altersgruppen – langsam, gemütlich, unvergesslich.
Der nördlichste Punkt Rügens ist zur goldenen Stunde ein magischer Ort – Leuchttürme, Klippen, Abendrot über der Ostsee.
Der Radweg von Binz über Sellin nach Göhren führt durch den Granitzwald – eine der schönsten Radtouren an der deutschen Ostseeküste.
Die Ostsee ist kein Mittelmeer – aber genau das macht sie aus. Im Sommer 18–22 °C, klares Wasser, kein Salzgeschmack im Mund.
An den kleinen Häfen in Thiessow, Lauterbach oder Vitt gibt es Räucherfisch vom Fischer – günstiger und besser als in jedem Restaurant.
Der Küstenwanderweg durch den Nationalpark Jasmund direkt an den Kreidefelsen entlang ist der schönste Wanderweg auf der Insel.
Eine historische Ferienwohnung in einer Villa aus der Jahrhundertwende in Binz oder Sellin ist kein Urlaub – es ist eine Zeitreise.
Rügen hat mehr zu bieten als Königsstuhl und Binzer Strandpromenade. Diese Orte kennen meist nur die Einheimischen.
Direkt hinter Kap Arkona liegt Vitt, ein winziges Fischerdorf mit reetgedeckten Häusern und einer kleinen Kapelle. Kein Souvenirladen, kein Lärm – nur Rügen pur.
Kaum TouristenAm südlichsten Zipfel Mönchguts liegt Thiessow – Bodden auf einer Seite, Ostsee auf der anderen. Fischer, Möwen, kaum Touristen. Der ruhigste Ort der Insel.
GeheimtippWenn die Magnolien und Rhododendren blühen, ist der Schlosspark von Putbus einer der schönsten Gärten Norddeutschlands – und fast niemand kennt ihn.
FrühlingIm Oktober und November rasten Zehntausende Kraniche auf den Boddenwiesen rund um den Rügen. Ein Naturschauspiel, das einem den Atem verschlägt.
Oktober–NovemberMit dem Kajak durch die stillen Boddengewässer – vorbei an Fischreiher-Kolonien, Seehunden und Reetufern. Kajakverleih in Putbus und Lauterbach.
Aktiv & NaturWenn Herbstnebel über der Steilküste liegt und die Seebrücke aus dem Grau auftaucht, ist Sellin so schön wie auf keiner Hochglanzkarte. Ein Erlebnis für alle, die Rügen jenseits des Sommers kennen wollen.
Herbst & WinterRügen-Erfahrene wissen: Manchmal ist das Wetter schlecht und trotzdem alles gut. Die Insel hat für Regentage reichlich Alternativen.
Das moderne Erlebniszentrum an den Kreidefelsen erklärt Geologie, Geschichte und Natur der Kreideküste – und ist auch bei Regen ein Highlight.
Das historische Theater in Putbus spielt ganzjährig – Konzerte, Schauspiel, Kindertheater. Das schönste Haus der Insel, innen wie außen.
In Binz und Sellin gibt es Hallenbäder und Wellness-Bereiche. Perfekt für einen Regentag mit Kindern oder als Erholung nach einem langen Wandertag.
Das Heimatmuseum Göhren, das Mönchguter Museum und mehrere Kunstgalerien in Binz laden zum Entdecken ein. Rügen hat mehr Kultur als man denkt.
Wenn es draußen stürmt, ist eine Tasse Kaffee oder Tee in einem der historischen Villen-Cafés in Binz oder Sellin das reinste Vergnügen. Mit Blick aufs Meer, wenn man Glück hat.
Der Rasende Roland hat überdachte Waggons – und die Strecke durch den Granitzwald ist auch bei schlechtem Wetter ein Erlebnis. Wer nass werden will: offene Wagen gibt es auch.
Vor allem in Binz gibt es gut sortierte Buchhandlungen – ideal für einen Regennachmittag mit einem Rügen-Roman oder einem Wanderführer für den nächsten Sonnentag.
Der Wind peitscht, die Wellen brechen, der Strand ist leer – wer einmal im Sturm an der Ostsee spaziert ist, versteht: Schlechtes Wetter auf Rügen ist manchmal das schönste Wetter.
"Auf Rügen gibt es kein schlechtes Wetter – nur falsche Kleidung."